Sinnvoll oder überflüssig – den QR Code optimal nutzen.

By 11. November 2014August 5th, 2015Web-Technik
Den QR-Code optimal nutzen

QR Codes – wann haben sie einen Mehrwert?

Gesehen haben wir sie alle schon mal, aber wer nutzt sie wirklich? Die Rede ist von den sogenannten QR Codes, diesen quadratischen Kästchen mit Muster, die momentan überall aufgedruckt zu sein scheinen.

Bei diesen quadratischen Kästchen handelt es sich um Datenspeicher, die kleine Mengen an Informationen fassen und diese für jeden verfügbar machen – vorausgesetzt, er besitzt ein Notebook mit Kamera, ein Smartphone oder ein Tablet und hat die entsprechende Lesesoftware heruntergeladen.

Wer nutzt QR Codes und was wollen sie uns sagen?

QR Codes enthalten Links, E-Mailadressen oder gleich komplette E-Mails (z. B. zum Anfordern von Infomaterial), URLs und vieles mehr. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig, immerhin kann ein QR Code bis zu einer halben Seite Text enthalten. Genutzt werden sie auf Zeitschriften und Magazinen, um dem Leser weiterführende Informationen auf der Webseite anzubieten. Oder auch auf Visitenkarten, um auf die Unternehmensseite zu verweisen oder das direkte Anwählen einer Telefonnummer zu ermöglichen. Gerne auch auf Verpackungen, um dem Kunden das schnelle Aufrufen weiterer Produktinformationen zu erleichtern. Einige Firmen, wie beispielsweise Rügenwalder Mühle, nutzen den QR Code um Links zu YouTube-Videos einzubinden, die die Kunden mit Wissenswertem über die Firmengeschichte, Produkte und Qualitätssicherung und auch die Mitarbeiter versorgen.

Der QR Code ist also ein Marketinginstrument, das den (potentiellen) Kunden dazu animieren soll, sich weitere Informationen aus dem Internet zu holen – schnell und unverbindlich. Doch wird dieses Ziel auch erreicht?

Beliebt beim Werbenden, doch was denkt der Kunde?

Laut internationalem Ranking nutzt jeder fünfte Deutsche sein Smartphone zum Scannen von QR Codes. Damit sind wir zwar führend in Europa, dennoch gibt es immer noch viele Smartphone-Nutzer, die nicht wissen, was sich hinter den kleinen Kästchen verbirgt. Problematischer als die Smartphone-Besitzer, die nicht wissen, wie man einen QR Code nutzt, sind aber die, die es probiert haben und vom Ergebnis enttäuscht waren. Denn diese enttarnen das Problem vieler Werbetreibender: Sie selbst finden das Ergebnis ihrer Arbeit ganz toll, der Betrachter kann diese Meinung allerdings nicht teilen.
Wichtig ist, dass der QR-Code dem Nutzer einen echten Mehrwert bietet. Nur die URL der Firmenwebseite zu veröffentlichen, ist einfach zu wenig – die hätte der interessierte Nutzer auch so gefunden. Besser ist es, weiterführende Informationen in Form einer App oder eines Videos zur Verfügung zu stellen oder direkt auf ein Anfrageformular weiterzuleiten. Die Hauptsache ist, das Einscannen des QR Codes bietet einen Mehrwert oder aber spart Zeit.
Ebenso wichtig ist es, darauf zu achten, dass der Code funktioniert und die verlinkte Webseite für mobile Endgeräte geeignet ist. Smartphones und Tablets sind im Vormarsch, da ist eine responsive Webseite Pflicht.
Überflüssig ist ein QR Code auch dann, wenn der Betrachter ihn nicht nutzen kann. Dafür gibt es diverse Gründe: Zu klein um gescannt zu werden, zu hoch angebracht (Werbeplakat) oder ungünstig platziert (Infoplakat in einem Zug ohne Internetverbindung).

Fazit: QR Codes können als effektives Werbemittel durchaus funktionieren. Allerdings nur dann, wenn sie sinnvoll eingesetzt werden und der Zielgruppe ein echter Mehrwert in Form von zusätzlichem Content und Informationen geboten wird. Einen QR Code ohne wirklichen Inhalt einzubinden, nur weil alle es tun, kann hingegen kontraproduktiv für das Image sein.